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Montag, 21. August 2017

"Bodden-Tod"-Rundgang :-)

Am 27. Juli ist mein fünfter Fischland-Krimi "Bodden-Tod" erschienen. :-)
Die Schriftstellerin Greta Sievers stößt bei ihrem ersten Aufenthalt auf dem Fischland ziemlich bald auf ein Verbrechen und auf ein altes Familiengeheimnis. Was ihr dabei alles so an Sehenswertem und Bemerkenswertem begegnet, zeig ich Euch hier anhand von zwölf Textstellen aus dem Roman.

 1.
"Dies hier war das Dorf aus Alexander Hardenbergs Roman. Ich sah eine Mühle ohne Flügel, hübsche Kapitänshäuser, eine Scheune mit einem großen grünen Tor, ein stattliches Gebäude, in dem sicher mal was anderes als die Sparkasse untergebracht gewesen war, und rechts die zur See führende Strandstraße mit beeindruckenden, mächtigen Linden." 

 

 2.
"Das Schilf am Ufer war so hoch, dass ich vom lautlos vorbeifahrenden Zeesboot, einem der traditionsreichen Fischländer Fischerboote, nur die rotbraunen Segel sah – was fast ein bisschen magisch wirkte."

 

 3.
"Kurzentschlossen hielt ich am Straßenrand und stieg aus. 
Vor einer rohrgedeckten Fachwerkscheune mit einladend offenem Tor dahinter, an dem der Schrift-zug 'Kunstscheune' prangte, saß eine Frau in Jeans, roter Bluse und mit randloser Brille auf einem Stuhl in der Sonne, die Augen geschlossen."


4.
"Das Rohrdach wurde von einem Schornstein in der Mitte, vor allem aber von geschwungenen Gauben dominiert, das Gebälk des Fachwerks darunter und die Fenster waren aus hellem Holz und die Gefache beige verputzt. Neben der Tür hing ein schlichtes Messingschild, auf dem Matthias Röwers Name stand."


5.
"Plötzlich spürte ich eine Hand auf meinem Arm und hörte eine Stimme dicht neben mir. 'Hey, nicht träumen!' Ich fuhr zusammen und sah mich einem hageren Mittsechziger mit weißem Bürstenschnitt gegenüber, der mich halb verärgert, halb besorgt anschaute und mich jetzt losließ. 'Sie waren viel zu nah an der Abbruchkante. Passen Sie besser auf, wo Sie hintreten.'"


6.
"Wie die meisten Häuser hier hatte auch dieses ein Rohrdach, aber es war größer. Nein, nicht größer. Höher. Mehr wie eine kleine Villa. Zu der blauen Tür mit einem rautenförmigen Fenster führten mehrere Stufen. Dieses Haus passte zu Mark – es war nicht geduckt, nicht bescheiden, dennoch gehörte es hier her."


 7.
"Das war viel zu weit und sowieso im Dunkeln sinnlos, dennoch war mir nach Einsamkeit, also passierte ich die Hufen II und I und bald noch ein weiteres großes Gebäude mit dunklen Fensterläden auf der anderen Seite des Weges. Ein Bewegungsmelder schaltete sich ein, und ich konnte daneben den Schriftzug 'Alte Räucherei' lesen."




8.
"'Am Feuerherd. So nannte man die Stelle an diesem Birnbaum, der 1743 erstmalig urkundlich genannt wurde', las ich halblaut vor. Ich betrachtete die Idylle, und mit einem Mal kam sie mir ein wenig unheimlich vor, was mit dem etwa faustgroßen dunkelbraunen Fleck am rechten hölzernen Fuß der Bank zu tun hatte."



9.
"'Sagen Sie mir, was Sie sehen.'
Einen kleinen Moment lang nahm ich die Landschaft in mich auf. 'Flaches, silbriges Wasser direkt vor uns, ein bisschen wie ein kleiner Fluss, links und rechts brauner Strandhafer und sattes grünes Schilf, das an einigen Stellen mitten aus dem Fluss herausragt. Die Mündung hat etwas vom Durchlauf einer Sanduhr. Das schmale, dunkle Band des anderen Ufers ist am Horizont kaum zu erkennen.'"


10.
"Matthias beschrieb mir, wie wir zum Hintereingang des Friedhofs kamen, wo vor einem kleinen weißen Holztor, das in die Backsteinmauer eingelassen war, eine Bank stand. Das Licht war wunderschön, es drang zwischen den Bäumen auf dem Friedhof hindurch und warf den Schatten des Tores auf das Laub zu unseren Füßen."



11.
"Ich ging weiter bis zum Ende des Stegs und setzte mich dort auf eine Bank. Von hier aus hatte ich einen wunderschönen Blick hinüber nach Barnstorf. Ich erkannte die Kunstscheune oder besser den einprägsamen Baum auf dem Grundstück mit dem sich nach rechts neigenden Geäst, und auch das Haus, das auf Hufe II stand. Matthias‘ Haus war dagegen nicht zu sehen."



12.
"Die 'Stinne', die hinter der Kirche am Bodden-Ufer auf dem Trockenen lag, hatte ich überhaupt noch nicht entdeckt. Während wir auf das Essen warteten, erzählte Matthias, wie das Schiff an einem sturmumtosten Februartag 1965 vor der Küste Wustrows gestrandet war und welche wechselhafte Geschichte es seitdem hinter sich hatte."




 Und wer wissen möchte, wie all das zusammenhängt, kann es nachlesen. ;-) 
Und zwar hier:



Samstag, 28. Januar 2017

Barnstorf am frühen Morgen - Teil 2

So, nun hab ich mich lange genug ausgeruht auf der Bank unter dem Birnbaum - wo glücklicherweise überhaupt nichts Gefährliches passiert ist. ;-)

Ein Stück weiter den Weg herauf führt dieses romantisch umrankte Tor - ins Nichts:

 

Schräg gegenüber liegt die "Alte Räucherei". Zu früheren Zeiten hatte hier der Bildhauer Johann Jaenichen sein Atelier. 



Auf der anderen Seite führt ein schmaler Weg zu einem kleinen, romantischen Boddenstrand:


Unter dem Baum dort lässt es sich wunderbar sitzen ...


... und hinüber zur langsam steigenden Sonne sehen.


Wieder zurück auf dem Weg scheint die Sonne übers Feld, auf dem in der dunstigen Ferne ein paar Heuballen zu erkennen sind:




Und auf der anderen Seite locken schon wieder Schilf und Bodden:




Es ist ganz still - nur eine Biene summt um mich herum, und mir fällt es schwer, langsam zurückzugehen. Entschädigt werde ich durch diesen Blick auf die Wustrower Kirche.



Und schließlich stelle ich fest, dass ich doch nicht die Einzige bin, die so früh morgens draußen ist:





Langsam nähere ich mich wieder der Alten Räucherei.

 

Ich lasse meinen Blick noch mal in die Ferne schweifen. Aus dieser Perspektive taucht neben der Kirche jetzt plötzlich die Scheune von Hufe III auf - was für ein schönes Bild!



Apropos "schön": Am Wegesrand, schon kurz vorm Birnbaum, entdecke ich ein paar kleine Naturkunstwerke.




Schließlich sehe ich noch mal "in die Birnen" ...


... und schlendere weiter, bis ich auf einmal wieder vor Hufe III stehe.

 

Ich sagte ja schon auf dem Hinweg, dass ich mich speziell hier nicht sattsehen kann:






Von hier habe ich aber auch schon wieder einen schönen Blick auf die Kunstscheune:



  Noch ein Blick zurück:



... und dann wieder nach vorn - auf die herrlichen Bäume, die mich langsam aus Barnstorf hinausführen.


Aber ich komm wieder! :-)



Sonntag, 22. Januar 2017

Barnstorf am frühen Morgen

Früh aufstehen ist eigentlich nicht so meins. ;-) Dass es sich trotzdem auf jeden Fall lohnt, möchte ich allen, denen es geht wie mir, heute mit einem kleinen Spaziergang durch das erwachende Barnstorf beweisen.

Ganz kurz, bevor wir Barnstorf erreicht haben, geht die Sonne über dem Feld auf.



Vor dem ersten Gehöft, der Hufe IV, macht der Weg einen Bogen ...


... und schon sind wir da.
Das spitze Dach, das da zu sehen ist, gehört schon zur ...

... Barnstorfer Kunstscheune. 


Bevor wir weitergehen, werfen wir noch mal einen Blick zurück.


An Hufe III kann ich mich nicht sattsehen:




Auch zur anderen Seite gibt's was Schönes:


Ein Blick in die Ferne:


Und ein Blick zurück:


... bevor wir vor Hufe II stehen und den Ausblick auf den Bodden genießen:







Nicht nur Blumen, auch Obst lacht uns an:



Aber da ist leider ein Zaun vor. ;-)


Deshalb erfreuen wir uns lieber auf der anderen Seite an diesem sonnendurchfluteten Baum:


 ... und sind auch schon bei Hufe I angelangt.




 Von hier aus sehen wir schon den uralten Birnbaum -
urkundlich zum ersten Mal Erwähnung findet er 1743.


 So idyllisch er aussieht - die Idylle kann auch trügen. Weiß die Protagonistin aus meinem neuen Roman, der im Sommer erscheint. ;-) Sie fühlt sich manchmal wie gefangen in einem Spinnennetz...


Aber bevor ich hier jetzt zu viel verrate, setzen wir uns lieber auf die Bank unterm Baum und machen eine kleine Pause, bis der Spaziergang beim nächsten Blog-Post weitergeht!